Hey, ich bin Alkly – und ich zeige dir heute, wie ich meinen eigenen Akkuspeicher fürs Balkonkraftwerk gebaut habe.
Seit ich mein erstes Solarpanel auf dem Dach meines Campervans installiert habe, hat mich das Thema Stromautarkie nicht mehr losgelassen. Heute – ein paar Jahre, viele Projekte und noch mehr Lötzinn später – zeige ich dir, wie ich meinen eigenen 48V DIY Akkuspeicher für mein Balkonkraftwerk gebaut habe: komplett lokal, ohne Cloud-Zwang, voll in Home Assistant integriert und zu 100 % in meiner Kontrolle.
Wenn du auf smarte Technik stehst, aber keine Lust auf intransparente Blackboxen und Abhängigkeit von Drittanbietern hast, dann ist das hier dein Projekt.
Ich bin kein Elektriker. Dieses Projekt spiegelt meine persönliche Herangehensweise und Erfahrung wider. Der hier beschriebene Aufbau dient nicht als Anleitung zur Nachahmung.
Arbeiten an elektrischen Anlagen, insbesondere im 230 V- oder 48 V-Gleichstrombereich, können lebensgefährlich sein und dürfen nur von Fachpersonal durchgeführt oder abgenommen werden.
Wenn du ein ähnliches Projekt umsetzen möchtest, zieh bitte unbedingt eine Elektrofachkraft hinzu und kläre die rechtlichen Anforderungen deines Landes.

Ziel: Lokal, effizient, skalierbar
Mein Ziel war klar:
- 48 V LiFePO₄-System für hohe Effizienz
- Null-Einspeisung ins öffentliche Netz
- Keine Cloud – alles lokal über Home Assistant
- Visualisierung im Energy Dashboard
- Modularer Aufbau mit guter Erweiterbarkeit
Und weil ich’s genau wissen wollte, hab ich alles durchgemessen – vom Wirkungsgrad der Wechselrichter bis zur Verlustleistung der MPPT-Tracker.
Die Komponenten – mein DIY-Setup im Überblick
Ich liste dir hier mal die wichtigsten Komponenten auf, die ich verbaut habe:
| Komponente | Modell / Typ |
|---|---|
| Akku | 2× 24V LiFePO₄ von Wattcycle (in Reihe = 48 V) |
| Wechselrichter | Lumentree 230 V, kompatibel mit 48 V DC |
| Steuerung | Trucki Stick + MQTT |
| MPPT-Regler | 2× Victron SmartSolar MPPT |
| Home Assistant | Raspberry Pi 4 mit Mosquitto MQTT Broker |
| Überwachung | Victron SmartShunt, ESP32 mit ESPHome |
| Sicherheit | Leitungsschutzschalter, Mega-Fuse, Balancer |
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Verkabelung, Crimpen & Sicherheit – das solltest du unbedingt wissen
Ganz ehrlich: Sobald du mit 48 Volt Gleichspannung und mehreren Kilowattstunden Energie arbeitest, wird aus dem Bastelprojekt schnell eine elektrische Anlage, bei der Sicherheit oberste Priorität hat. Ich habe bei meinem Aufbau richtig viel gelernt – und ein paar Anfängerfehler zum Glück frühzeitig erkannt. Damit dir das nicht passiert, hier meine wichtigsten Learnings:
Kabeldimensionierung – lieber eine Nummer größer
Ich habe mich für ein durchgängiges 16 mm²-Kabelsystem entschieden – das ist zwar für einige Teilbereiche überdimensioniert, aber dadurch hast du Spielraum. Besonders, wenn du später vielleicht doch mal auf ein größeres Setup aufstockst oder Notstromintegration planst.
Zu den Batterien hin habe ich sogar 50 mm²-Kabel verwendet – schlichtweg, weil ich die noch vom Camper-Ausbau übrig hatte.
Crimpen mit Stil: So halten deine Verbindungen wirklich
Das Crimpen war für mich eines der spannendsten Themen. Du brauchst:
- Eine Hydraulik-Crimpzange (meine ist für bis zu 10 Tonnen Presskraft)
- Kabelschuhe mit massiver Wandstärke – ich nutze nur noch Modelle „Made in Germany”
- Isoliertes, sauberes Arbeiten mit passenden Aderendhülsen, Schrumpfschlauch & Co.
Ich habe nach jedem Crimp-Vorgang einen Zugtest gemacht und einige sogar wieder durchgeschnitten, um zu prüfen, ob sich die Litzen wirklich perfekt verteilt haben. Das gibt einem ein gutes Gefühl und Vertrauen in die eigene Arbeit.
Drehmoment nicht vergessen!
Wenn du deine Kabel an Batteriepole oder Busbars anschließt:
Drehmomentschlüssel verwenden! Ich habe 14 Nm für M8 verwendet – das ist
auch vom Hersteller so angegeben. Zu wenig = Kontaktprobleme. Zu viel =
Gewinde kaputt.
Sicherungen & Schutzmaßnahmen
Das hier war für mich ein echtes Rabbit Hole. Was ich inzwischen nutze:
Mega Fuse Sicherungen mit mind. 70 V DC Freigabe (nicht die Standard-30V-Modelle!)- DC-Leitungsschutzschalter für PV-Seite & MPPT-Eingänge
- Balancer-Modul, um meine beiden 24V-Akkus gleichmäßig zu laden und entladen
Und ganz wichtig: Bei jeder Verbindung habe ich mit einer Wärmebildkamera nach dem ersten Betrieb kontrolliert, ob etwas heiß wird. Wenn ja → neu crimpen oder nachziehen.
Unterbau & Layout
Mein kompletter Aufbau ist auf einer Multiplexplatte montiert – darüber liegt ein 1 mm starkes Alublech als Hitzeschutz. Alle Komponenten sind verschraubt, beschriftet und mit Kabelführungskanälen sauber verlegt.
Ich habe die Position meiner Wechselrichter dreimal angepasst, bis das Layout gepasst hat. Zeitfresser? Klar. Aber du willst am Ende nicht, dass sich die Kabel gegenseitig spießen oder sich Hitze staut.

Die VictronConnect App – So richtest du MPPT & SmartShunt richtig ein
Bevor dein System sauber arbeitet – vor allem, wenn du MPPT-Regler und SmartShunt von Victron nutzt – solltest du einmal alles ordentlich mit der VictronConnect App einrichten und überprüfen. Ich zeige dir hier, wie ich das gemacht habe und worauf du achten solltest.
Vorbereitung
Beide Geräte – MPPT-Regler und SmartShunt – besitzen Bluetooth. Du brauchst also kein Kabel, keine Adapter, nichts. Einfach:
- App installieren: VictronConnect gibt’s kostenlos für Android & iOS
- Bluetooth aktivieren auf deinem Handy
- Sicherstellen, dass das Gerät (MPPT oder SmartShunt) stromversorgt ist

Schritt-für-Schritt: So geht die Einrichtung
1.Gerät finden und verbinden
- Öffne die App → Warte ein paar Sekunden → Die Victron-Geräte erscheinen automatisch
- Tippe auf dein Gerät (z. B. „SmartSolar MPPT 100/20“ oder „SmartShunt“)
- Beim ersten Mal wirst du nach dem PIN gefragt → findest du meist seitlich auf dem Gerät (Standard ist oft „000000“ oder bei neueren Modellen individuell)
2.Firmware-Update (wenn angeboten)
Wenn die App ein Update anbietet, unbedingt machen. Alte Firmware kann mit ESPHome oder Home Assistant problematisch sein – vor allem bei der Datenübertragung via Bluetooth.
⚙️ MPPT-Regler konfigurieren
Sobald du im Gerät drin bist:
Batterietyp auswählen:
→ In deinem Fall: Lithium (LiFePO4)- Ladespannungen anpassen (falls nötig):
- Bulk / Absorption: z. B. 56,8 V
- Float: z. B. 54,4 V → Diese Werte bekommst du meist vom Akkuhersteller oder dem Datenblatt deiner BMS
Ladestrom begrenzen (optional):
Wenn du die Akkus schonen willst, kannst du den maximalen Ladestrom begrenzen (z. B. auf 20A)
SmartShunt einstellen
Der SmartShunt misst Strom und Energie über den Minuspol der Batterie – sehr genau, aber du musst ihm sagen, was er misst:
- Batteriekapazität eintragen: z. B. 100 Ah (bei einem 48V-100Ah System)
- Spannungskorrektur prüfen: Der Shunt zeigt live die Spannung → passt sie zu deinem Multimeter?
Peukert-Faktor & Lade-Effizienz: Bei LiFePO₄ kannst du meist die Standardwerte lassen (Peukert = 1.05, Effizienz = 99%)
Home Assistant & smarte Steuerung mit dem Trucki Stick
Nachdem alles sicher verkabelt war, ging’s an das, was mir am meisten Spaß macht: Die smarte Steuerung über Home Assistant. Ziel war klar – das Ganze soll:
- 100 % lokal laufen (keine Cloud, kein Drittanbieter-Login),
- dynamisch auf meinen Stromverbrauch reagieren
- und die Null-Einspeisung zuverlässig steuern.
Der Schlüssel: Der Trucki Stick
Ich habe mich für den Trucki Stick entschieden – ein kleiner ESP32, der speziell dafür entwickelt wurde, den LumenTree Wechselrichter über WLAN und MQTT anzusteuern. Das Teil ist quasi ein smarter Zwischenstecker fürs Stromnetz – aber eben richtig gemacht.

Vorteile:
MQTT-Schnittstelle → perfekt für Home Assistant- einfache Konfiguration über Web-UI (Tasmota-Style
- sehr geringe Latenz (wichtiger Faktor für Null-Einspeisung)
- kein zusätzlicher Cloudserver nötig
Der Stick wird direkt an den Wechselrichter gesteckt, per USB mit Strom versorgt und verbindet sich mit dem WLAN. Danach kann man über die IP-Adresse auf die Weboberfläche zugreifen ( Im Router schauen wie der T2SG Stick heißt und dann verbinden über die IP) und dort MQTT-Daten eintragen.

MQTT in Home Assistant einrichten
Falls du MQTT noch nicht verwendest, installierst du im Home Assistant einfach das Mosquitto-Broker Add-on (unter „Einstellungen > Add-ons > MQTT”) und legst dir einen neuen Benutzer an:
- Nutzername:
mqtt_user - Passwort:
supergeheim - Nur lokaler Zugriff aktivieren
Im Trucky Stick trägst du dann deine MQTT-Daten wie folgt ein:
MQTT Server: 192.168.178.50 (in meinem Fall)
Port: 1883 (in meinem Fall)
Username: mqtt_user
Password: supergeheim
Anschließend wird der Wechselrichter automatisch in Home Assistant erkannt – vorausgesetzt, Auto-Discovery ist aktiviert. Bei mir ist der Trucki als T2SGF72A29 hinterlegt. In meinem Fall musste ich den Trucki Stick erst noch aktualsieren.
In diesem Artikel habe ich MQTT genauer erklärt:
Null-Einspeisung steuern mit Blueprint
Jetzt kommt mein persönliches Highlight: Ich nutze einen eigenen Blueprint in Home Assistant, der in Echtzeit prüft, wie viel Strom mein Haus gerade zieht – und entsprechend regelt, wie viel der Wechselrichter einspeisen soll.
So erreiche ich eine nahezu perfekte Nulleinspeisung – das bedeutet:
- Kein unnötiger Netzbezug
- Kein Verschenken von überschüssigem Solarstrom
- Volle Kontrolle, lokal und automatisiert
Du gibst dem Blueprint einfach den aktuellen Verbrauchszähler (z. B. via Shelly 3EM oder SmartMeter), das MQTT-Thema für den Trucki Stick sowie ein paar Schwellenwerte – und der Rest passiert automatisch.
Hier findest du meinen Blueprint:
Victron-Daten auslesen mit ESPHome & Bluetooth – ganz ohne Kabel
Ich wollte natürlich nicht nur wissen, dass mein System funktioniert – ich wollte es messen, überwachen und visualisieren. Aber: Ich hatte keine Lust auf RS485-Kabel oder spezielle Schnittstellenmodule.
Die Lösung: ESPHome + ein ESP32 + Bluetooth.
Mein Ziel:
- Die wichtigsten Werte (z. B. Batterieladung, PV-Leistung, Lade-/Entladeströme) aus meinen Victron Smart-Geräten auslesen
- Ohne physische Kabelverbindung
Direkt in Home Assistant integrierenVisualisierung im Energy Dashboard
Die Hardware
Ich habe einen ganz normalen ESP32 DevKitC verwendet. Wichtig ist nur: Das Board muss Bluetooth unterstützen (was bei den meisten ESP32s der Fall ist). Den ESP32 hänge ich einfach per USB an ein altes Handyladegerät – fertig.
ESPHome
Mit ESPHome kann man extrem einfach Sensoren definieren, WLAN konfigurieren und über MQTT oder direkt in Home Assistant integrieren.
Die Besonderheit hier: Es gibt eine spezielle ESPHome-Komponente für Victron BLE-Geräte.
Du willst die Integration mit ESPHome Schritt für Schritt nachbauen – ganz ohne Vorwissen?
Dann schau dir meinen Online-Kurs zu ESPHome an!
Dort zeige ich dir genau, wie du einen ESP32 mit Bluetooth einrichtest, deine Victron-Geräte ausliest und die Daten zuverlässig in Home Assistant bringst – natürlich 100 % lokal und ohne Cloud.
Trage dich jetzt unverbindlich auf die Warteliste ein:
Was ich alles auslese:
- Batteriespannung (Volt)
Lade-/Entladestrom (Ampere)- State of Charge (SoC)
- PV-Energie heute (kWh)
- PV-Leistung aktuell (Watt)
Sobald ESPHome auf dem ESP32 läuft, erscheint das Gerät automatisch in Home Assistant – inklusive aller Sensoren. Ganz ohne manuelles MQTT.
Vorteile dieser Methode
- Kein Kabelsalat, kein Löten, keine RS485-Adapter
- Alle Daten lokal via BLE (Bluetooth Low Energy)
- Perfekt geeignet für DIY-Projekte mit wenig Platz
- Sehr zuverlässig: Mein ESP32 läuft jetzt seit Wochen ohne Aussetzer
Energy Dashboard in Home Assistant – endlich volle Übersicht
Jetzt, wo alle Daten aus dem Wechselrichter, den PV-Reglern und der Batterie sauber in Home Assistant landen, will ich natürlich auch sehen, was da eigentlich passiert. Dafür ist das Energy Dashboard in Home Assistant einfach genial.

Warum das Energy Dashboard so wichtig ist
Es gibt dir auf einen Blick Antworten auf Fragen wie:
- Wie viel Strom hat meine PV-Anlage heute erzeugt?
- Wie viel davon habe ich direkt verbraucht?
- Wie viel wurde im Akku gespeichert?
- Wie viel habe ich aus dem Netz bezogen oder eingespeist?
- Und: Rechnet sich mein Speicher?
Einrichtung Schritt für Schritt
1.PV-Produktion eintragen
In den Energieeinstellungen (Einstellungen > Dashboards > Energie) füge ich meine beiden MPPT-Regler hinzu:
Stromerzeugung durch Solarmodule:
- ESP Victron MPPT1 - Heute
- ESP Victron MPPT2 - Heute
Die Werte kommen direkt vom ESP32 mit ESPHome via Bluetooth.
2. Batteriespeicher definieren
Jetzt geht’s an den Speicher. Ich nutze die Werte vom Victron SmartShunt, die ich ebenfalls per ESPHome auslese:
Energie in Batteriespeicher geladen:
- ESP Victron - Energie geladen (kWh)
Energie aus Batteriespeicher entladen:
- ESP Victron - Energie entladen (kWh)
Diese beiden Sensoren reichen aus, damit Home Assistant automatisch den Ladezustand und die Flüsse anzeigt.
3. Stromnetz hinzufügen (optional)
Wenn du z. B. einen Shelly 3EM, einen SML-Zähler oder einen Smart Meter hast, kannst du auch den Netzbezug und die Einspeisung erfassen.
In meinem Fall habe ich das über einen Shelly gemacht:
Strom aus dem Netz bezogen:
- Shelly3EM Phase Summe - Bezug
Strom ins Netz eingespeist:
- Shelly3EM Phase Summe - Einspeisung
Das Ergebnis: Volle Transparenz
Nach der Einrichtung sehe ich auf einen Blick:
- Wann mein Speicher geladen wurde
- Wann mein Speicher entladen wurde
- Wie viel mein Haus verbraucht
- Ob ich Überschuss habe oder Energie zukaufen muss
Effizienz & Praxiswerte – wie gut funktioniert mein DIY-Speicher wirklich?
Klar, es macht Spaß, so ein Projekt umzusetzen. Aber am Ende zählt: Lohnt sich der Aufwand technisch? Und wie viel der eingespeisten Solarenergie kann ich tatsächlich nutzen, wenn ich sie in meinen selbst gebauten Akkuspeicher packe?
Also habe ich mir ein Ziel gesetzt: Ich will es genau wissen. Kein Bauchgefühl, sondern harte Daten aus dem Alltag.
So habe ich die Effizienz gemessen
Ich habe folgende Sensoren und Methoden verwendet:
- Victron SmartShunt, um Ein- und Ausgangsenergie der Batterie zu erfassen
- Strommesszange, um Quercheck zu machen
- ESPHome Sensoren zur Live-Anzeige in Home Assistant
- Energy Dashboard zur Übersicht
- Grafana + InfluxDB, um die Daten auszuwerten
Lade- und Entlade-Effizienz
Hier habe dich die Effizienzen berechnet, abgelesen aus meinen Dashboards die ich in Grafana gebaut habe.


🔄 Wechselrichter-Verluste

Natürlich geht auch beim Umwandeln von 48 V DC auf 230 V AC etwas verloren. Ich habe gemessen:
- Wechselrichter-Effizienz: 88–93 %
Das ist ein super Wert – vor allem, weil der LumenTree Wechselrichter extrem stabil läuft und sich sauber über MQTT steuern lässt.
⚠️ Gesamteffizienz des Systems
Wenn man Ladeverluste + Wechselrichterverluste berücksichtigt, komme ich auf eine Gesamteffizienz von etwa 85 %. Heißt: Von 1 kWh Sonnenenergie, die in den Akku geht, kommen ca. 0,85 kWh tatsächlich wieder als nutzbare Energie im Haus an.
Und das ist absolut solide – vor allem für ein DIY-Projekt mit überschaubarem Budget.
💡 Tipp: SOC vs. reale Entladung
Ein BMS gibt dir oft nur den State of Charge (SOC) über Spannung. Das ist eher grob. Ich empfehle dir dringend:
- Entladegrenze per Spannung UND kWh setzen
- Balancer einsetzen, um Zellen gleichmäßig zu halten
- Werte regelmäßig prüfen, z. B. mit einer Wärmekamera oder mit einem zweiten SmartMeter
Ich bin mit der Effizienz super zufrieden – und das Beste: Ich sehe alles in Echtzeit in meinem Energy Dashboard und kann jederzeit reagieren. Genau das macht für mich die Faszination DIY-Smart-Energy aus.
Was kostet mein DIY Akkuspeicher? – Aufschlüsselung & Spartipps
Ich weiß, viele von euch stellen sich genau diese Frage: Lohnt sich ein DIY-Akkuspeicher finanziell überhaupt? Und was ist günstiger – selber bauen oder kaufen?
Also habe ich für dich alle Kosten transparent zusammengestellt. Klar, das hier ist kein Billigprojekt. Aber ich habe es bewusst mit hochwertigen, langfristig einsetzbaren Komponenten gebaut – und komplett cloudfrei.
🧾 Meine Ausgaben im Überblick
| Komponente | Einzelpreis | Anzahl | Summe |
|---|---|---|---|
| 24V 100Ah LiFePO₄ Akku (Watcycle) | 385 € | 2 | 770 € |
| LumenTree Wechselrichter | 400 € | 1 | 400 € |
| Trucki Stick | 85 € | 1 | 85 € |
| Victron MPPT SmartSolar | 158 € | 2 | 316 € |
| Victron SmartShunt | 70 € | 1 | 70 € |
| Sonstiges Kabel & Kabelschuhe+ Sicherungen usw. | x | x | 352 € |
| Gesamt | 1993 € |
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Fazit: Was ich gelernt habe – und was du besser machen kannst
Dieses Projekt war für mich mehr als nur ein Technikspielplatz. Es war eine echte Herausforderung, eine riesige Lernkurve – und am Ende ein super gutes Gefühl, einen lokal gesteuerten Akkuspeicher gebaut zu haben, der einfach funktioniert.
Hier sind meine wichtigsten Learnings und Empfehlungen an dich:
Was richtig gut funktioniert hat
- ESPHome + ESP32 ist für Victron BLE-Geräte absolut genial. Kein Kabel, keine Adapter, alles lokal.
- Der Trucki Stick in Verbindung mit Home Assistant und meinem Blueprint ermöglicht eine richtig saubere Null-Einspeisung – schnell, stabil und ohne Cloud.
- Modularer Aufbau lohnt sich. Ich kann jederzeit Komponenten austauschen, weitere MPPTs anschließen oder einen Inselwechselrichter nachrüsten.
- Die Integration ins Energy Dashboard gibt mir endlich ein vollständiges Bild über meine Energienutzung. Ich sehe auf einen Blick: Was verbraucht mein Haus? Was kommt vom Dach? Was geht in den Akku?
⚠️ Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
- Mehr Zeit für die Planung: Ich habe anfangs mehrfach umgebaut, weil ich die Abstände und Kabelführungen falsch eingeschätzt habe.
- Früher mit Grafana arbeiten: Die Auswertung meiner Effizienzdaten wäre viel früher möglich gewesen – das hilft, das System schneller zu optimieren.
- Noch besser dokumentieren: Man vergisst nach Wochen gern mal, welches Kabel wohin führt – Klebeetiketten oder eine PDF-Skizze hätten geholfen.
Für wen lohnt sich so ein Projekt?
Für dich, wenn du:
- Technik liebst und keine Angst vor 48 Volt hast 😉
- Selbst bestimmen willst, was dein Smart Home macht – und was nicht
- Spaß daran hast, Dinge selbst zu bauen und dabei wirklich zu verstehen, wie sie funktionieren
- Wert auf Datensouveränität und lokale Steuerung legst

Alex Kly (Alkly)
Ich glaube an ein Smart Home, das dir gehört – nicht der Cloud. Ich zeige dir, wie du Technik nutzt, um Energie zu sparen, Solar optimal einzubinden und dein Zuhause nachhaltig zu steuern.
Ein Zuhause, das mitdenkt, dich entlastet – und dich jeden Tag ein Stück freier macht.
