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SOLAKON One im Test: Mein Weg zu einem wirklich lokalen Balkonkraftwerk-Speicher

Einleitung

Werbung: Ich sag’s dir ganz offen: Wenn du dich schon mal mit Balkonkraftwerk-Speichern beschäftigt hast, bist du wahrscheinlich über dasselbe Problem gestolpert wie ich – Cloud-Zwang überall.

Du willst deinen eigenen Strom nutzen, unabhängiger werden – und am Ende hängt alles an irgendeinem Server. Fällt das Internet aus, ist dein System plötzlich nicht mehr „smart“.

Genau deshalb war ich extrem gespannt auf den Solakon One. Denn hier wurde mir etwas versprochen, was ich so selten sehe:
👉 Lokale Steuerung – auch ohne Cloud

Ich habe das Ganze bei mir aufgebaut, bewusst vom Internet getrennt, mit Home Assistant verbunden und komplett durchgetestet.

Und ich kann dir sagen: Das Ergebnis war wirklich interessant.


Warum ich Speicher anders teste

Ich mache keine klassischen Reviews, bei denen einfach nur technische Daten aufgezählt werden. Mich interessiert, wie sich ein System im echten Alltag verhält.

Deshalb muss bei mir jeder Speicher vier Dinge bestehen. Ich will wissen, was passiert, wenn das Internet weg ist, wo meine Daten landen und ob ich das System wirklich lokal steuern kann. Erst danach schaue ich mir die App genauer an.

Denn am Ende entscheidet genau das darüber, ob dein Setup wirklich unabhängig ist – oder nur so lange funktioniert, wie die Cloud mitspielt.


Was ist der Solakon One überhaupt?

Der Solakon One ist ein Akkuspeicher für Balkonkraftwerke, der bewusst zwei Welten verbindet.

Du kannst ihn klassisch über eine App nutzen – oder deutlich tiefer gehen und ihn komplett in dein Smart Home integrieren. Genau dieser zweite Punkt macht ihn spannend.

Ziel ist dabei klar:
👉 Deinen Eigenverbrauch erhöhen, Stromkosten senken und gleichzeitig die Kontrolle behalten.


Hardware: Solide Basis mit sinnvollen Details

Schon beim Auspacken merkt man, dass das Gerät nicht für den Showroom gebaut wurde, sondern für den Alltag. Der Akku ist schwer, stabil und macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Was mir besonders aufgefallen ist: Solakon hat an vielen Stellen mitgedacht. Gerade bei den Schnittstellen und Erweiterungsmöglichkeiten merkt man, dass hier nicht nur auf einfache Nutzung, sondern auch auf flexible Setups geachtet wurde.

Zu den wichtigsten technischen Punkten gehören:

  • Erweiterbarer Akku (stackbar)
  • Vier MPPT-Eingänge für mehrere Module
  • Notstromfunktion für zusätzliche Verbraucher
  • LAN- und WLAN-Anbindung
  • IP65-Zertifizierung für den Außeneinsatz
  • anschraubare WiFi Antenne für besseren Empfang

Ansteckend des Erweiterungsakkus:

MPPT Anschlüsse mit Nummerierung:

Der LAN-Anschluss ist für mich dabei ein echtes Highlight. Denn wenn du langfristig stabil arbeiten willst, kommst du an einer kabelgebundenen Verbindung oft nicht vorbei.

Display mit Ladefortschritt (hier 41% geladen), und über das Kreissymbol können weitere Werte wie zum Beispiel die Solarleistung angezeigt werden:

angeschraubte WiFi-Antenne:


Einrichtung: Schnell erledigt, aber mit Einschränkung

Die Einrichtung läuft über die App (läuft über deutsche Server) und ist grundsätzlich unkompliziert. Du verbindest dich per Bluetooth, Benutzerkonto anlegen, die Schritte in der App durchgehen, richtest dein WLAN ein und kannst direkt loslegen.

Was ich positiv fand: Du bist nicht gezwungen, deinen Standort per GPS freizugeben. Stattdessen kannst du ihn manuell eintragen – ein kleines Detail, aber für viele ein wichtiges Thema.

Die App selbst ist übersichtlich aufgebaut und zeigt dir direkt alle relevanten Werte.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Punkt:
Die App funktioniert nur mit aktiver Internetverbindung.

Und genau das habe ich im nächsten Schritt getestet.


Null-Einspeisung: Warum das so wichtig ist

Bevor wir zum Offline-Test kommen, müssen wir kurz über das zentrale Prinzip sprechen: die Null-Einspeisung.

Die Idee dahinter ist einfach. Dein Haus verbraucht Strom, und der Akku liefert genau so viel nach, dass du nichts aus dem Netz beziehen musst.

In der Praxis ist das allerdings ein dynamischer Prozess. Dein Verbrauch verändert sich ständig – Licht an, Gerät aus, neue Last – und das System muss darauf reagieren.

Damit das funktioniert, brauchst du einen Smart Meter, der den aktuellen Verbrauch misst und die Grundlage für die Regelung liefert.

Es gibt einen Smart Meter von SOLAKON aber auch gängige Modelle wie die Shelly Smart Meter sind in der App verfügbar. In der App kannst du dir über den Energieplan eine Nulleinspeisung einstellen.

Die Nulleinspeiung über meinen Blueprint in Home Assistant findest du weiter unten.


Der Offline-Test: Jetzt wird es spannend

Ich habe den Solakon One bewusst vom Internet getrennt, um zu sehen, was wirklich passiert. In meinem UniFi Router wähle ich als Regel dazu das Solakon Gerät aus (bei mir INVERTER_3KC) und als Action „Block“.

Das Ergebnis war ziemlich eindeutig.

Die App verliert sofort die Verbindung und wird unbrauchbar. Das war zu erwarten. Entscheidend ist aber, was im Hintergrund passiert.

Der Akku arbeitet einfach weiter. Die Null-Einspeisung bleibt aktiv, und das System reagiert weiterhin auf Veränderungen im Haushalt.

Das bedeutet konkret:
– Der Speicher kann lokal mit dem Smart Meter kommunizieren und funktioniert auch ohne Cloud.

Für mich ist das einer der wichtigsten Punkte im gesamten Test.


Home Assistant: Hier spielt der Speicher seine Stärken aus

Wenn du dein Smart Home ernst nimmst, kommst du an Home Assistant kaum vorbei. Und genau hier zeigt der Solakon One, was in ihm steckt.

Die Integration läuft über Modbus TCP – ein bewährtes Protokoll, das seit Jahren in der Industrie eingesetzt wird. Zusätzlich gibt es eine HACS-Integration, die das Setup deutlich vereinfacht.

Dazu in der App unter Integrationen Home Assistant auswählen und die Doku öffnen. Dort findest du unter HACS Installation die repository URL diese kopieren

https://github.com/solakon-de/solakon-one-homeassistant

Dann in Home Assistant auf HACS den Link einfügen und als Typ „Integration“ auswählen und hinzufügen. dann auf Solakon ONE klicken und Herunterladen. Nach dem Herunterladen dann HA Neustarten.

Unter Geräte und Dienste- „Integration hinzufügen“ und Solakon One auswählen. und anschließend die Geräte IP bei Gerät eingeben. ( Die IP findest du in deinem Router in den Einstellungen), dann auf OK. Noch den Raum auswählen und schon ist der Solakon im HA verfügbar

Nach der Einrichtung hast du Zugriff auf alle wichtigen Daten:

  • aktueller Ladezustand der Batterie
  • Lade- und Entladeleistung
  • PV-Erzeugung
  • Energieflüsse im System

Und das Beste daran:
– Alles läuft lokal, ohne Umweg über externe Server.


Energy Dashboard: Endlich echte Transparenz

Sobald du den Speicher in Home Assistant integriert hast, kannst du ihn im Energy Dashboard visualisieren.

Und hier wird es richtig interessant. Du siehst genau, was in deinem System passiert – wann du Strom erzeugst, wann du ihn speicherst und wann du ihn verbrauchst.

Diese Transparenz ist extrem wertvoll, weil du dein Setup damit gezielt optimieren kannst. Du erkennst Muster, verstehst dein Verbrauchsverhalten und kannst entsprechend nachjustieren.

Um das Dashboard zu erstellen auf das Stift Symbol klicken und Name vergeben.

Dann bei den Steuerelementen und Senoren über „zu Dashboard hinzufügen“ die gewünschten Elemente hinzufügen.

Um das Energy Dashboard zu konfigurieren füge folgende Werte hinzu:

Für eine Vorhersage kannst du deine Koordinaten deines Standorts eintragen.

Nach einiger Zeit siehst du in deinem Energy Dashboard dann beispielsweise folgendes:


Wichtiger Hinweis, im Video sieht man, dass die Batterie auch positiv dargestellt wird. (Danke an meine Community für das Feedback)

Korrekt ist jedoch, dass ja wenn die Batterie geladen wird, auch die Leistung negativ wird.

Man kann das mit einem Klick umstellen, bitte unten bei „Art der Leistungsmessung“ auf invertiert stellen.

Lokale Steuerung und Nulleinspeisung über Home Assistant: Du hast die Kontrolle

Was mir besonders wichtig war: Kann ich aktiv eingreifen?

Die Antwort ist klar: Ja.

Du kannst den Akku direkt über Home Assistant steuern. Das bedeutet, du legst fest, wann er laden oder entladen soll, wie viel Leistung er einspeist und welchen Mindestladezustand er behalten soll.

Das fühlt sich nicht mehr nach „Gerät bedienen“ an, sondern nach echter Systemsteuerung.

Dazu in Steuerelemente folgendes auswählen:

Bei Konfiguration die Fernsteuerung auf 60 Sekunden stellen. Minimaler Ladestand herunterstellen (zum Beispiel 40%)


Wenn du jetzt die Nulleinspeisung 100% lokal in Home Assistant professionell umsetzen willst empfehle ich dir meinen Nulleinspeisung Blueprint. Dort hast du viele Einstellmöglichkeiten um deine Nulleinspeisung umzusetzen auch eine ausführliche Erklärung zu allen Schritten.

Wichtige Stellschrauben dabei sind:

  • wie schnell das System reagieren soll
  • wie groß die Leistungsschritte sein dürfen
  • wie stabil die Messwerte sind

Wenn du das sauber einstellst, läuft dein System komplett eigenständig – und das ohne Cloud.

Beispiel Regelverlauf der Nulleinspeisung mit meinem Blueprint:


Mein Fazit

Ich mache es kurz und ehrlich:

Solakon hat geliefert.

Der Speicher kann genau das, was ich mir wünsche. Er funktioniert auch ohne Internet, lässt sich lokal steuern und integriert sich sauber in Home Assistant- 3 Sterne.

Die Daten über HA sind vollständig lokal bei mir gespeichert. 3 Sterne.

Schnittstellen: Modbus TCP mit Integration HA HACS bekommt auch 3 Sterne weil das ein super Lösung ist.

Die App ist vollständig auf deutsch ohne Übersetzungsfehler, weil sie ja auch aus Deutschland kommt und ist übersichtlich. 3 Sterne.

Natürlich ist die App weiterhin cloudabhängig, 1 Stern, weil die App nur mit Internet funktioniert und nicht beispielsweise lokal über eine lokale Schnittstelle funktioniert. Aber für mich spielt das kaum noch eine Rolle. Denn sobald das System einmal läuft, nutze ich ohnehin fast alles über Home Assistant.

Wenn du einfach nur eine schnelle Plug-and-Play-Lösung suchst, gibt es viele Optionen. Wenn du aber Wert auf Kontrolle, Flexibilität und ein wirklich lokales Setup legst, ist der Solakon One definitiv ein super Lösung.

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Alkly Dumme Dinge Smart machen

Alex Kly (Alkly)

Ich glaube an ein Smart Home, das dir gehört – nicht der Cloud. Ich zeige dir, wie du Technik nutzt, um Energie zu sparen, Solar optimal einzubinden und dein Zuhause nachhaltig zu steuern.
Ein Zuhause, das mitdenkt, dich entlastet – und dich jeden Tag ein Stück freier macht.

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